Frankfurter Hauptschule




Die Frankfurter Hauptschule ist ein Kollektiv, das sich Anfang der 2010er Jahre an der 
Städelschule zusammenfand und seither Kunst- und Schmerzgrenzen im Stresstest des 
öffentlichen und medialen Raums erforscht. Mit ihren Interventionen loten die Künstler*innen 
gesellschaftliche Belastbarkeiten und juristische Zuständigkeiten aus: 2018 empörte sich 
Frankfurts Polizeipräsident über das Kollektiv, das einen ausgebrannten Streifenwagen ins 
Frankfurter Bahnhofsviertel gestellt hatte, um auf das rigide Vorgehen der Ordnungsbehörden 
gegen Drogenabhängige hinzuweisen. Zuletzt inszenierte die Gruppe im Rahmen des Festivals 
„Schlingensief 2020“ des Theaters Oberhausen und mit Blick auf ausbleibende 
Restitutionsleistungen den Diebstahl von Joseph Beuys' „Capri Batterie“ und deren 
Überführung in ein ethnologisches Museum der deutschen Ex-Kolonie Tansania.
Neben Interventionen arbeitet die Frankfurter Hauptschule auch in den Medien Video, 
Performance und Installation. Das Video-Lehrstück „Motor“, eine Antwort auf Bertolt Brechts 
„Maßnahme“ und Heiner Müllers „Mauser“, wurde 2020 in der neuen Gesellschaft für bildende 
Kunst Berlin realisiert, mit dem Lichter Art Award ausgezeichnet und wird momentan für eine 
Publikation im Merve Verlag vorbereitet.