Die Szene durchqu(e)eren: Umrisse einer kritischen Raumtheorie

Seminar Andrej Mircev 
Die Szene durchqu(e)eren: Umrisse einer kritischen Raumtheorie



Indem Räume Konsequenzen sozialpolitisch-medialer Machtverhältnisse reflektieren,
reproduzieren sie stets auch eine Anordnung heteronormativer Geschlechterkonzepte, die
abweichende, queere Subjekte an die Ränder des Sichtbaren drängen bzw. aus der
Öffentlichkeit ausschließen.

Anhand der Frage nach der Verortung einer nonkonformen
Szene, werden wir mit diskursiv-künstlerischen Mitteln subversive Räume des/der Anderen
erforschen. Methodologisch richtet sich der Fokus auf die Schnittstelle
Gendertheorie/mediale Inszenierungspraxis und das Seminar ist dem Versuch gewidmet,
jene Dichotomien zwischen Denken und Handeln zu unterlaufen. Auf diese Weise werden
topologisch-ästhetische Konstellationen erhellt, die es ermöglichen in Räumen Spuren
politisch-ideologischer Ungleichheiten und Gendergewalt zu dechiffrieren.

Dabei lautet die
zentrale Fragestellung: wie lassen sich Bühnenräume gestalten, die ein kritisch-utopisches
Potential heterogener, nicht-binärer Körperinszenierungen zur schau stellen?